Kunst und Kultur

Gesund und ausgeglichen durch Kreativität

Sich kreativ zu beschäftigen, bedeutet nicht nur, einen Ausgleich zu schaffen zu einem getakteten oder gar stressigen (Berufs-)Alltag, sondern auch, einen aktiven Beitrag für die Gesundheit von Seele und Körper zu leisten. Sie können dabei nicht nur die eigenen schöpferischen Fähigkeiten entdecken, sondern auch Ihre Selbstheilungskräfte stärken.

Singen statt Antidepressivum und Hustensaft

Frau mit Mikrofon ▪ Bild: © Allen Penton / Fotolia

Singen schützt vor Erkältungen und stärkt das Immunsystem, entdeckten kürzlich Wissenschaftler vom Institut für Musikpädagogik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt a. M. Schon eine viertel Stunde Singen reicht aus, um das Herz-Kreislauf-System auf Trab zu bringen. Und bereits nach dreißig Minuten produziert unser Gehirn Glückshormone und baut Stresshormone ab. Sänger sind in der Regel ausgeglichener als Nichtsänger, wie der Musikpsychologe Karl Adamek herausgefunden hat und Schwedische Forscher entdeckten, dass singende Menschen eine höhere Lebenserwartung haben als Menschen, die nicht singen.

Stricken – Beruhigungsmittel ohne Nebenwirkungen

Der Rhythmus des Strickens, zusammen mit dem Klicken der Stricknadeln, wirkt beruhigend, erklärt Dr. Herbert Benson von der Harvard Medical School. Die Gedanken können umher schweifen, während sich der Verstand auf die Strickarbeit konzentriert. Psychologen bezeichnen Stricken deshalb als das neue Yoga. Stricken ist nicht nur Balsam für die Seele, es ist auch Training fürs Gehirn, da beide Hirnhälften beansprucht werden. Beim Befolgen von Strickanleitungen kommt es nämlich auf Vorstellungskraft und Logik an.

Quellen: Die Welt, Medizin-Welt, Apotheken-Umschau