Kunst und Kultur

Horst Ukena

Dozent für Bogenbau

Horst Ukena ▪ Bild: Horst Ukena
Bogenbau ▪ Bild: Horst Ukena
Schießen mit dem fertigen Bogen ▪ Bild: Horst Ukena

Mit einem Bogen hält man ein uraltes Kulturgut in Händen. Archäologische Funde belegen, dass Pfeil und Bogen seit mindestens 14.000 Jahren benutzt werden. Er hat als eine der ältesten Jagdformen der Menschheit das Überleben gesichert und spielte als Fernwaffe in kriegerischen Auseinandersetzungen eine bedeutsame Rolle. Vom gebogenen Ast zur äußerst innovativen Kompositbauweise der asiatischen Bögen und den englischen Langbögen des Mittelalters zum heutigen Sportgerät war es ein langer Weg.

Die Faszination des Bogenschießens hat mich auch nach vielen Jahren als aktiver Turnierschütze nie verlassen. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen Fertigungstechniken verschiedener Epochen und Kulturkreise hat mich irgendwann selbst zum Werkzeug greifen lassen. Seitdem sind viele unterschiedliche Bögen aus verschiedenen Hölzern entstanden. Aus einem unförmigen Stück Holz einen filigranen Bogen entstehen zu sehen, ist immer wieder faszinierend. Besonderen Spaß macht es mir, die Kunst des Bogenbaus weiterzugeben. Und natürlich auch, den Teilnehmern den sicheren Umgang mit dem Bogen sowie das intuitive Schießen nahe zu bringen. Zum Abschluss entschädigte noch jeden Teilnehmer der elegante Flug der eigenen Pfeile für die vorangegangene Arbeit.

(Horst Ukena)