Schwerpunkt

April 2018: Volkslieder mit Sybille Gimon

Lena Rakow (l.) im Gespräch mit Mareike Ebker. ▪ Bild: VHS Oldenburg

Heimat: Bleiben. Suchen. Volkslieder mit Sybille Gimon.

Für der Aprilausgabe von „VHS Backstage“ sprach Lena Rakow mit Mareike Ebker (Bildungsmanagerin an der VHS Hatten + Wardenburg) über ihren Heimatbegriff und den Liederabend mit der Sandhattener Volksmusikerin Sybille Gimon. am Freitag, 20. April 2018.

Lena Rakow: Hallo Mareike, schön, dass wir heute dieses Interview führen – stell dich bitte kurz vor!

Mareike Ebker: Gerne! Ich heiße Mareike Ebker und wohne seit Juni letzten Jahres in Oldenburg. Vorher habe ich in Tungeln direkt an der Hunte gelebt. Ich arbeite jetzt seit zweieinhalb Jahren als Bildungsmanagerin an der VHS Hatten + Wardenburg. Ich bin für das klassische Programm mit den Bereichen Sprachen, Berufliche Bildung und EDV, Kunst und Kultur, Gesundheit, Junge VHS und Ratgeber und Praxis zuständig. Dabei geht es um die Organisation der aktuellen Kurse, sowie die Planung der zukünftigen und alles, was sich sonst um den Kursbetrieb herum abspielt.

L. R.: Da unser diesjähriges Schwerpunktthema Heimat. Bleiben. Suchen. Finden. lautet, möchten wir auch von dir wissen, was du mit dem Begriff Heimat verbindest. Was bedeutet für dich Heimat?

M. E.: Heimat ist für mich ein Gefühl, welches mit einer Gegend verknüpft ist. Ich mag den Norden Deutschlands. Ich bin im Ammerland großgeworden und habe nach meinem Abitur in den USA und den Niederlanden gelebt. Gerade im Ausland habe ich gemerkt, wie sehr ich durch meine Heimat geprägt wurde. Es ist schön woanders, aber am schönsten ist es für mich um Oldenburg herum. Mir sind die Menschen vertraut, das Wetter, das Essen, die Kultur.

L. R.: Als Bildungsmanagerin für den Programmbereich in Hatten und Wardenburg bitte ich dich, folgenden Satz zu vervollständigen: „Wenn ich an Hatten/Wardenburg denke, dann …“.

M. E.: … Hatten und Wardenburg sind tolle Gemeinden mit unterschiedlichen Qualitäten. Ich fühle mich hier wohl. Wenn ich genug von der Stadt habe, würde ich meinen Lebensmittelpunkt sicher wieder hier wählen.

L. R.: Im April wird es im Rahmen des Schwerpunktthemas einen Liedernachmittag mit der Volksliedersängerin Sybille Gimon in Hatten geben. Sie selber sagt „Singen baut Brücken zwischen den Menschen, öffnet die Herzen und ist gesund.“ – Ist Singen auch Heimat, was denkst du?

M. E.: Bestimmt! Ich bin selber mit Musik aufgewachsen und wir musizieren bis heute gemeinsam auf Familienfesten. Musik weckt Erinnerungen und fördert Gefühle zu Tage, die mit Heimat zu tun haben können. Durch die Musik lassen sich Menschen berühren und durch das gemeinsame Singen wird ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt. Und Heimat ist doch genau das, sich angenommen, sich wohl und dazugehörig fühlen.

L. R.: Das hast du sehr schön gesagt! Zum Schluss: Kannst du uns kurz die wichtigsten Informationen zur Veranstaltung „Volkslieder mit Sybille Gimon“ nennen?

M. E.: Selbstverständlich! Ich freue mich darauf Sybille Gimon am Freitag, 20. April 2018 um 15:00 Uhr im „Tee und Café“ von Katrin Wübbeler am Druckereimuseum in Sandkrug zu erleben. Die bekannte Sandhattener Volksmusikerin gibt diese Liedernachmittage schon seit vielen Jahren und ist mit Herzblut dabei. Es wird leckeren, selbstgebackenen Kuchen und frischen Tee und Kaffee geben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht und Kaffee, Tee und Kuchen gehen auf eigene Rechnung.

L. R.: Herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, über deine Haltung zu Heimat zu sprechen. Wir freuen uns auf „Volkslieder mit Sybille Gimon“!