Schwerpunkt

September 2019: Julian Oetjen

Julian Oetjen ▪ Bild: VHS Oldenburg

Einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind in mehreren Bereichen unserer VHS zugleich tätig. So auch Julian Oetjen, der zum einen im Kundenzentrum, zum anderen auch im Bereich Integration arbeitet.

Veit Bohlen: Julian, du bist seit 2014 unser Kollege. Sag uns doch bitte kurz, wie Du überhaupt zu uns gelangt bist.

Julian Oetjen: Ich war lange in Wilhelmshaven im Bankwesen tätig. Aufgewachsen bin ich übrigens in Bad Zwischenahn. Mit der Volkshochschule kam ich das erste Mal durch meine Weiterbildung zum Finanzbuchhalter in Verbindung – noch vor meiner Tätigkeit bei der Bank. Vor einigen Jahren hatte ich Lust auf eine berufliche Veränderung und nahm die Bewerbung an der VHS in Angriff – mit Erfolg!

V. B.: Wie können wir uns deine Arbeit im Kundenzentrum vorstellen?

J. O.: Wir haben den Anspruch, möglichst flexibel im Bereich des Kundenverkehrs zu agieren. Und so leistet das Kundenzentrum eine sehr kunden- und serviceorientierte Arbeit. Wir sind sehr nah an unseren Kundinnen und Kunden und versuchen, – oft im persönlichen Kontakt – stets bestmögliche Lösungen für Bedarfe und Probleme zu finden. Anfragen erreichen uns persönlich, über unsere Homepage, per Post, Fax, Mail oder am Telefon. Das ist ein vielfältiger Alltag, und oft geht es sehr zügig zu. Das bedarf einer großen Aufmerksamkeit und eines sehr sicheren Umgangs mit unseren EDV-Systemen. Diese Herausforderung bereitet mir unheimlich viel Spaß!

V. B.: Auch im Bereich Integration steht der direkte Kontakt mit Menschen im Zentrum. Ist das die Schnittmenge, weshalb Du dann auch noch so gut gleichzeitig in zwei Bereichen arbeiten kannst?

J. O.: Das stimmt – die Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden ist für mich zu einer Herzensangelegenheit geworden. Den Menschen bei ihrer Orientierung in unserem Haus und bei unseren Angeboten zu helfen, benötigt vor allem im Bereich Integration nochmal ein besonderes Fingerspitzengefühl.

V. B.: Bei Deiner Arbeit hast Du viel mit Menschen aus sehr unterschiedlichen Ländern zu tun. Was verbindest Du mit Europa?

J. O.: Europa bedeutet für mich Freiheit und Multikultur. Ich beobachte aktiv die aktuellen politischen Debatten und hoffe, dass die Bedeutung dieser Begriffe dieser Tage nicht an Wert verliert. Ich verbinde mit Europa vor allem seine höchst interessante Historie – gerne lese ich Bücher und schaue Dokumentationen zur Geschichte des Kontinents. In meinen Urlauben suche ich auch regelmäßig antike Stätten und Museen vor Ort auf. Die aktuellen Entwicklungen verfolge ich sehr aufmerksam. Ich hoffe, wir alle werden rückblickend Teil eines guten Zeitalters sein.

V. B.: Danke für den Einblick in Deine Arbeit und Gedanken – zum Schluss beende doch bitte noch folgenden Satz: „Wenn ich an Europa denke, dann…“

J. O.: ...dann denke ich an einen Kontinent des Zusammenhalts, ohne Grenzen, ohne Kriege und ohne Leid. Das mag nicht der Wahrheit entsprechen, das mag naiv vorkommen, aber ist es nicht ein historischer Erfolg und ermutigend, dass es Menschen gibt, die es tatsächlich so wahrnehmen?