100 Jahre VHS Oldenburg

VHS|Kompass

Das 100-jährige Jubiläum unserer Volkshochschule nehmen wir zum Anlass, eine Diskursplattform für Themen unserer Zukunft zu bieten. Dazu haben wir eine Reihe von VHS│Kompass-Veranstaltungen konzipiert, die im Kontext unseres Schwerpunktthemas für das Jahr 2020 „Zukunft beginnt heute: Weiterdenken. Umdenken. Neudenken.“ Ideen und Impulse für unser Leben in und um Oldenburg geben sollen. Nach einem Impulsvortrag wird der Erkenntnistransfer im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Akteuren aus der Region erörtert. Dadurch soll es zu jedem Thema möglichst konkrete Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen geben.

Die sechs Veranstaltungen stehen jeweils unter einem anderen Schwerpunkt und haben einen Bezug zu unserem Alltag. Die Themen sind Gesellschaft, Wohnen, Ernährung, Arbeit, Bildung und Mobilität. Wir haben die Fragen der aktuellen Zukunftsdiskussion, wie z. B. Klimaschutz, nicht ausgeblendet, sondern wollen durch unterschiedliche thematische Ausrichtungen möglichst viele Anknüpfungspunkte zum Weiterdenken, Umdenken und Neudenken geben.

Die drei Veranstaltungen des ersten Halbjahres im Überblick

Donnerstag, 16. April 2020: Prof. Dr. Thomas Straubhaar, „Die Stunde der Optimisten – So funktioniert die Wirtschaft der Zukunft“

Dienstag, 26. Mai 2020: Daniel Fuhrhop, „Verbietet das Bauen – Ein Plädoyer gegen Spekulation, Abriss und Flächenfraß“

Mittwoch, 3. Juni 2020: Tanja Busse, „Auf dem Teller: Naturschutz und Gesundheit“

Veranstaltungsort

EWE Forum Alte Fleiwa
Alte Fleiwa 1, 26121 Oldenburg

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Mit freundlicher Unterstützung

Diese Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die LzO und EWE und kann deshalb kostenfrei angeboten werden. Allerdings ist zu jeder Veranstaltung eine Anmeldung erforderlich.

Schwerpunkt

Die Stunde der Optimisten – So funktioniert die Wirtschaft der Zukunft

Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Universität Hamburg

Prof. Dr. Thomas Straubhaar ist Professor der Universität Hamburg für Volkswirtschaftslehre.
Prof. Dr. Thomas Straubhaar ▪ Bild: Körber-Stiftung, Claudia Höhne

Donnerstag, 16. April 2020
EWE Forum Alte Fleiwa
Alte Fleiwa 1, 26121 Oldenburg
Kursnummer: 20AO11500

Der Volkswirtschaftler Thomas Straubhaar ist überzeugt: Mehr Wohlstand für alle ist nach wie vor möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings, mit einigen ehernen Grundsätzen der Volkswirtschaftslehre aufzuräumen. Denn viele dieser Annahmen und Vorhersagen lassen sich unter den Bedingungen von Digitalisierung, Globalisierung und demografischem Wandel nicht mehr halten. Es bedarf neuer Perspektiven, zu denen auch eine Rückkehr der Verteilungspolitik gehört, z. B. mit einem bedingungslosen Grundeinkommen und staatlich finanzierten Ausbildungszentren für berufsbegleitende Weiterbildung.

Eine zeitgemäße Wirtschaftspolitik, so Straubhaar, muss auf Resilienz setzen. Wenn immer mehr komplexe Faktoren auf die Wirtschaft einwirken, kann nur die innere Widerstandskraft der Ökonomie langfristig Erfolg sichern. Wir können die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder nicht mehr planen. Aber wir können die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie ihre Zukunft selbst gut gestalten.

Über den Gast

Prof. Dr. Thomas Straubhaar ist seit 1999 Professor der Universität Hamburg für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale Wirtschaftsbeziehungen. Von September 1999 bis August 2014 war er zunächst Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) und danach Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).

Anmeldung

Sie möchten beim VHS|Kompass mit Prof. Dr. Thomas Straubhaar dabei sein? Senden Sie uns über den folgenden Link eine E-Mail: Zum VHS|Kompass mit Prof. Dr. Thomas Straubhaar anmelden.

Schwerpunkt

Verbietet das Bauen – Ein Plädoyer gegen Spekulation, Abriss und Flächenfraß

Daniel Fuhrhop, Autor, Blogger und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt OptiWohn an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Daniel Fuhrhop, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt OptiWohn an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Daniel Furhop ▪ Bild: privat

Dienstag, 26. Mai 2020
EWE Forum Alte Fleiwa
Alte Fleiwa 1, 26121 Oldenburg
Kursnummer: 20AO11501

Seit zehn Jahren wird stetig mehr gebaut, doch die Mieten explodieren – das beweist, dass Neubau keine Lösung ist. Angesichts des Ressourcenverbrauchs beim Neubau und dessen Auswirkungen auf Landschaft und Klima ist es Zeit für neue Ansätze zur Lösung des Wohnraummangels. Fuhrhop vertritt die Auffassung, dass nicht die Zahl der Wohnungen das Problem sei, sondern wie sie genutzt würden.

Es gibt genug Wohnfläche, die durch Anreize oder staatliche Eingriffe besser genutzt werden kann. Dafür verweist Fuhrhop auf „100 Werkzeuge für Wohnraum im Bestand“: So können durch die Förderung von Umzügen oder Untervermietung große Wohnungen oder Häuser dem Wohnungsmarkt zugeführt werden. Bei Missbrauch von Leerständen für Spekulationen muss eingegriffen werden. Dieser Fokus auf den Bestand wird auch die Lebensqualität in den Städten erhöhen, weil die Zersiedelung gestoppt wird und das Zusammenleben der Menschen verbessert wird.

Über den Gast

Daniel Fuhrhop hat Architektur und Betriebswirtschaft studiert. Nach dem Studium Gründung des Architekturverlages Stadtwandel. Bis 2013 als Verleger tätig, anschließend freiberuflicher Autor, Berater und Blogger. Darüber hinaus seit Mai 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt OptiWohn an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Anmeldung

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Schwerpunkt

Auf dem Teller: Naturschutz und Gesundheit

Tanja Busse, Moderatorin, (Buch-)Autorin und Journalistin

Tanja Busse ist Autorin des Buches „Das Sterben der anderen“.
Tanja Busse ▪ Bild: WDR, Bettina Fürst-Fastré

Mittwoch, 3. Juni 2020
EWE Forum Alte Fleiwa
Alte Fleiwa 1, 26121 Oldenburg
Kursnummer: 20AO11503

Die Suche nach Wegen zu einer gesunden Ernährung ist stark in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Zudem finden Transport und Produktion von Lebensmitteln unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit immer mehr kritische Aufmerksamkeit – gerade vor dem Hintergrund, dass weltweit für die Gewinnung und Anpflanzung von Lebensmitteln wertvolle und begrenzte Ressourcen wie Wasser und Boden verbraucht werden. Dr. Tanja Busse beschäftigt sich in ihrer journalistischen Arbeit seit vielen Jahren u. a. mit der Frage, welchen ökologischen und sozialen Preis die Menschheit langfristig zahlt. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährungsweise und der Ausbeutung von Tieren und Natur und nicht zuletzt Menschen auf. Ihre Analyse der Fakten führt zu Schlussfolgerungen und Konsequenzen, die unsere Gewohnheiten bei Themen wie Ernährung, Einkauf und Umweltschutz herausfordern.

Tanja Busses Buch „Das Sterben der anderen“ hat den Untertitel „Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können.
Das Sterben der anderen. ▪ Bild: Blessing Verlag

Über den Gast

Dr. Tanja Busse hat nach ihrem Studium der Journalistik und Philosophie und Volontariat beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) Recherchereisen nach Äthiopien, Tansania, Indonesien und in die USA unternommen und war als Redakteurin beim WDR tätig. Seit 2003 ist sie freiberuflich unterwegs: als Moderatorin, (Buch-)Autorin und Journalistin (u. a. Süddeutsche, Die Zeit, den Freitag). Ihre Themen sind Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ernährung, Ökologie, Ressourceneffizienz.

Anmeldung

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