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Die oldenburgische Fürsorge im Nationalsozialismus
Rassenhygiene und Bereicherung

Treibende Kraft hinter den NS-Kranken­morden in Oldenburg, die von 1936 bis 1947 stattfanden, war die staatliche Fürsorge. Um aus den Pflegegeldern ein Vermögen zu bilden, wurden die Kosten in den Anstalten und Heimen rücksichtslos reduziert, sodass die Patienten an Hunger und seinen Folgen starben. Das Kapital diente zum Aufbau einer regiona­len Energiewirtschaft, zur Finanzierung völkischer Kultur und zur Förderung der Landwirtschaft. In seiner neuesten Untersuchung führt der Oldenburger Historiker Ingo Harms die Hungermorde in Wehnen, Blankenburg und dem Gertrudenheim auf öko­nomische Gründe zurück. Ein Netzwerk von Profiteuren verdeckte das Leid der Opfer bis weit in die Nachkriegszeit.

Kurstermine: 1

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    Ort / Raum
    • 1
    • Mittwoch, 29. September 2021
    • 19:00 – 21:15 Uhr
    • VHS, Karlstraße 25; LzO Forum
    1 Mittwoch 29. September 2021 19:00 – 21:15 Uhr VHS, Karlstraße 25; LzO Forum

Treibende Kraft hinter den NS-Kranken­morden in Oldenburg, die von 1936 bis 1947 stattfanden, war die staatliche Fürsorge. Um aus den Pflegegeldern ein Vermögen zu bilden, wurden die Kosten in den Anstalten und Heimen rücksichtslos reduziert, sodass die Patienten an Hunger und seinen Folgen starben. Das Kapital diente zum Aufbau einer regiona­len Energiewirtschaft, zur Finanzierung völkischer Kultur und zur Förderung der Landwirtschaft. In seiner neuesten Untersuchung führt der Oldenburger Historiker Ingo Harms die Hungermorde in Wehnen, Blankenburg und dem Gertrudenheim auf öko­nomische Gründe zurück. Ein Netzwerk von Profiteuren verdeckte das Leid der Opfer bis weit in die Nachkriegszeit.