Kurse (8)
Praxis-Workshop: Umgang mit demokratiefeindlichen, diskriminierenden Parolen
In Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg.
Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? In der Nachbarschaft oder im Sportverein fallen diskriminierende Sprüche? Im Bus wird ein Fahrgast wegen seiner Herkunft beleidigt?
Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, nichts gesagt zu haben – ist hier richtig. Schweigen kann nämlich Zustimmung bedeuten – und wir wollen gegen dieses Schweigen angehen.
Gemeinsam werden wir kommunikative Muster unseres Gegenübers (er)kennen lernen und vielfältige Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren. So können wir für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und diskriminierende Parolen in unserem Umfeld nicht einfach hinnimmt.
Neugier und aktives Mitmachen werden bei diesem interaktiven Workshop vorausgesetzt.
Helga B. Gundlach, M.A., ist Trainerin für Interkulturelle Kompetenz, Diversity, Konfliktmanagement und Demokratiestärkung
Vortrag und Diskussion: Toxische Männlichkeit und Gewalthandeln
Ob Partnerschaftsgewalt, sexualisierte Gewalt, physische Misshandlungen im öffentlichen Raum oder auch digitale Gewalt - bei allen Gewaltformen sind Männer als Täter deutlich überrepräsentiert. Gewalthandeln ist also ganz offenkundig mit toxischen Männlichkeitskonstruktionen elementar verknüpft.
In diesem Vortrag soll intensiv betrachtet und anhand von acht konkreten Thesen ausgeführt werden, wie genau traditionelle Männlichkeitsvorstellungen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens gegenüber Mädchen und Frauen, aber auch gegenüber anderen Jungen und Männern, drastisch erhöhen.
In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg.
Schreiben zwischen persönlichen Ansprüchen und Verkaufbarkeit
Die junge Autorin Lucia möchte mit überholten Erzählstrukturen brechen. Leider ist sie nicht besonders erfolgreich. Doch eines Tages steht ein Pinguin vom Literaturmarketingkonzern vor ihrer Tür und bietet seine Hilfe an. Erfolgreich schreiben, aber zu welchem Preis? Ein Roman über den Zwiespalt zwischen eigenen Ansprüchen und der massentauglichen Verkaufbarkeit von Kunst im Kapitalismus.
Vortrag und Diskussion: (Un)sicherheit in der Gesellschaft
Was bedeutet Sicherheit und für wen gilt sie eigentlich?
Der Vortrag rückt Stimmen aus dem Alltag in den Mittelpunkt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen Sicherheit erleben – abhängig von Zuschreibungen, gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen. Dabei wird sichtbar, wie Sprache, Schweigen und gesellschaftliche Debatten darüber entscheiden, wer sich zugehörig fühlen kann – und wer nicht.
Der Vortrag lädt zu einem Perspektivwechsel ein: weg von der Frage, ob Unsicherheit „berechtigt“ ist, hin zu der Frage, wie sie gesellschaftlich entsteht – und was das für unser Zusammenleben bedeutet.
Bayan Anouz ist Pädagogin, Dozentin und Beraterin. Für Workshops zur politischen Teilhabe neu Eingebürgerter erhielt sie 2026 den Integrationspreis der Stadt Oldenburg.
Praxis-Workshop: Umgang mit demokratiefeindlichen, diskriminierenden Parolen
In Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg.
Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? In der Nachbarschaft oder im Sportverein fallen diskriminierende Sprüche? Im Bus wird ein Fahrgast wegen seiner Herkunft beleidigt?
Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, nichts gesagt zu haben – ist hier richtig. Schweigen kann nämlich Zustimmung bedeuten – und wir wollen gegen dieses Schweigen angehen.
Gemeinsam werden wir kommunikative Muster unseres Gegenübers (er)kennen lernen und vielfältige Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren. So können wir für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und diskriminierende Parolen in unserem Umfeld nicht einfach hinnimmt.
Neugier und aktives Mitmachen werden bei diesem interaktiven Workshop vorausgesetzt.
Helga B. Gundlach, M.A., ist Trainerin für Interkulturelle Kompetenz, Diversity, Konfliktmanagement und Demokratiestärkung
Workshop: Let's talk about diversity
Vielfalt wird in der Gesellschaft sichtbarer und stärker wahrgenommen. Auch Einrichtungen in Medizin und Gesundheitsversorgung sind gefragt, diese Diversität zu gestalten. Die Kompetenz, mit Diversität und Diskriminierung umzugehen, hilft beim Erkennen von Bedarfen und Bedürfnissen. Denn nur so ist eine gerechte und angemessene Gesundheitsversorgung für alle Menschen möglich.
Der Workshop vermittelt notwendiges Wissen über Diversität und Diskriminierung im Gesundheitswesen. Darüber hinaus bietet er Reflexionsräume und lädt ein, eigene Zuschreibungen, Schubladendenken und Stereotype zu erkennen und zu reflektieren. Die Teilnehmer*innen entwickeln Maßnahmen und Strategien für eine diversitätssensible und diskriminierungskritische Praxis.
Also: Let´s talk about diversity!
Dieser Workshop ist für Ärzt*innen, Therapeut*innen, Pflegende und Seelsorgende, Führungskräfte und Mitarbeiter*innen in Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Niklas Ellerich-Groppe ist Medizinethiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Ethik in der Medizin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt zu ethischen Fragen der Diversität in Medizin und Gesundheitsversorgung sowie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und intergenerationellen Perspektiven in der Gesundheitsethik.
Vortrag: Gibt es richtiges und falsches Deutsch?
Ja, es gibt 'richtiges' und 'falsches' Deutsch, allerdings nur an deutschen Schulen und Behörden. Ansonsten dürfen Sie sprechen und schreiben, wie Sie wollen. Das hat allerdings Auswirkungen auf Identität, Prestige und sogar ökonomischen Erfolg, nicht nur heute, sondern seit Karl dem Großen (748–814).
Der Vortrag behandelt folgende Fragen: Wer darf bestimmen, was 'richtig' und 'falsch' ist? Wie hat sich die sprachliche Norm für Deutsch historisch entwickelt? Welche Argumente sprechen für und welche gegen eine sprachliche Norm? Welche Position nimmt die Sprachwissenschaft ein? Insgesamt zeigen die Antworten auf diese Fragen den größeren Zusammenhang von Individuum, Politik, Wissenschaft, sprachlicher Norm und Macht.
Für diesen Vortrag sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Maria Egbert ist Linguistin und emeritierte Professorin mit den Schwerpunkten Angewandte Linguistik und Deutsch als Fremdsprache. Gegenwärtig arbeitet sie zum Thema "Die Macht der Grammatik – Was Grammatik macht".
Ihre Homepage: www.macht-der-grammatik.de
Sprechen über Israel und Palästina
Der Nahostkonflikt hat massive Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft. Darüber zu sprechen ist aus verschiedenen Gründen schwierig: Deutsche Geschichte, Migrationsgesellschaftliche Verhältnisse und ungeklärte eigene Haltungen spielen eine Rolle. Das Sprechen ist jedoch nötig: Eine Nichtthematisierung löst die vorhandene Überforderungen und Betroffenheiten nicht und schafft zudem neue Probleme: Allianzen zerbrechen, Beziehungen gehen verloren, Positionen radikalisieren sich. Nicht zuletzt wirken Antisemitismus und Rassismus in die Debatte und auf ihre Teilnehmenden ein.
So wird der Israel-Palästina Konflikt zu einem Beispiel für die Frage: Wer ist ein anerkannter Teil der deutschen Gesellschaft, wer entscheidet das und welche Voraussetzungen sind scheinbar oder tatsächlich zu erfüllen? In der Fortbildung widmen wir uns mit Ruhe, selbstreflexiven Anteilen und pädagogischem Handwerkszeug all diesen Fragen um dazu beizutragen, dass das Sprechen über Israel und Palästina besser gelingen kann.