Kurse (53)
KI-Fake oder echt?
Kostenloser Online-Vortrag aus der Reihe "Auf Kurs bleiben - NDR und vhs im Norden".
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich komplexe Texte, Bilder und Videos erstellen sowie Stimmen klonen – schneller und überzeugender als je zuvor. Doch was bedeuten diese Entwicklungen für die demokratische Gesellschaft und wie können wir damit umgehen? Wir werfen einen Blick darauf, wie KI-generierte Inhalte entstehen, wie wir sie erkennen und wo die Grenze zwischen nützlichem Werkzeug und Manipulationsmaschine liegt. Mit konkreten Alltagsbeispielen und Raum für eigene Fragen.
Isabel Lerch arbeitet als Datenjournalistin und KI-Lotsin beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen in den Bereichen journalistische Recherche, Datenjournalismus, Datenvisualisierung und KI weiter.
Solawi - Sola-was?
In Kooperation mit der Solawi Oldenburg.
Hast du dich schon einmal gefragt, wie Landwirtschaft und gemeinsames Engagement zusammenkommen können? Wir geben einen anschaulichen Einblick in das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) und du erfährst, wie die Solawi Oldenburg dieses Modell umsetzt.Gemeinsam entdecken wir, wie Verbraucher*innen zu aktiven Mitgestalter*innen der Landwirtschaft werden und wie dieses Modell eine nachhaltige und gerechte Versorgung mit Lebensmitteln fördert. Nach dem Vortrag gibt es Raum für einen offenen Austausch. Kommt vorbei, informiert euch und lasst uns in lockerer Runde über eine zukunftsfähige Landwirtschaft sprechen!
Gemeinsames und Kurioses - Online
Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht.
Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten.
Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen?
Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander?
Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten.
Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich “Innovative Europäische Sprachlehre (InES)” und lehrt an der Universität Eichstätt.
Vortrag: Die USA nach den Zwischenwahlen
Am 3. November 2026 finden in den Vereinigten Staaten von Amerika die sogenannten Midterm Elections statt – die Zwischenwahlen, die turnusgemäß in der Mitte jeder Präsidentschaftsperiode abgehalten werden.
Historisch gesehen verlieren die Parteien von Präsidenten bei Zwischenwahlen regelmäßig Sitze im Kongress. Doch die Midterms 2026 finden in einem politischen Klima statt, das von außergewöhnlicher Intensität geprägt ist.
Die Ergebnisse der Midterms werden weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus Konsequenzen haben. Als weltgrößte Volkswirtschaft und einflussreichste Militärmacht der Erde prägen die USA das internationale Geschehen entscheidend mit. Die Zusammensetzung des neuen Kongresses wird bestimmen, welche außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen die Regierung durchsetzen kann: ob es etwa bei der Unterstützung der NATO-Partner bleibt, wie sich die USA im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine positionieren, oder welchen Kurs Washington in der Handelspolitik gegenüber China einschlägt. Für Europa und insbesondere für Deutschland sind diese Fragen von unmittelbarer strategischer Bedeutung.
Gerry Hahlo: Oldenburg – London und zurück
Gerry Hahlos Ururgroßvater eröffnete 1841 in der Langen Straße ein sehr erfolgreiches Textilgeschäft. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts trat die Familie zum Christentum über – sein Großvater Georg wurde sogar konfirmiert. 1912 wurde das Geschäft verkauft und die Familie baute sich ein Haus in der Taubenstraße. Aufgrund der Nürnberger Gesetze von 1935 galt die Familie als jüdisch, was Gerrys Großvater dazu veranlasste, den Umzug seiner Kinder Ursula und Dieter sowie seiner Frau nach England durchzusetzen. Dort waren sie zwar heimatlos, aber in Sicherheit. Über die Geschichte seiner Familie, die vor 125 Jahren ein angesehenes Mitglied der Stadtgesellschaft war, hat Gerry ein Buch mit dem Titel “A boy on the train” geschrieben.
Bereits zum vierten Mal kommt der in Großbritannien lebende Gerry Hahlo auf Einladung von engagierten Oldenburger Bürgern nach Oldenburg. Nicht nur, weil er mittlerweile eine persönliche Beziehung zu unserer Stadt entwickelt hat, sondern vor allem auch deshalb, weil es ihm ein Anliegen ist, gemeinsam mit vielen Oldenburgern am 10. November am Erinnerungsgang teilzunehmen. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten, eine Übersetzung findet bei Bedarf statt.
Spuren der Opfer: Führung durch die Gedenkstätte Wehnen
Die Führung durch die Gedenkstätte Wehnen rückt Biographien von Opfern der nationalsozialistischen Krankenmorde in den Mittelpunkt. Anhand von Dokumenten, Tafeln und den „Roten Büchern“ wird das Leben von Patientinnen und Patienten – auch von Kindern – erfahrbar gemacht. Die historischen Räume laden dazu ein, sich der Verantwortung gegenüber der Vergangenheit bewusst zu stellen.
Treffpunkt: Gedenkstätte Wehnen, Alte Pathologie - Gebäude 23, Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn
Für Ihre Anreise empfehlen wir Ihnen, den interaktiven Lageplan auf der Website der Karl-Jaspers-Klinik. Dort finden Sie hilfreiche Informationen zur Orientierung sowie zur Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkmöglichkeiten.
Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Oldenburg
Fehlendes Demokratieverständnis der Bevölkerung war eine wesentliche Ursache für den frühen Aufstieg des Nationalsozialismus in Oldenburg. Bereits im Mai 1932 gewann die NSDAP die demokratischen Wahlen und übernahm die Regierung im Freistaat Oldenburg. Auf diesem Stadtrundgang wird den Spuren des Nationalsozialismus in Oldenburg und seinen jüdischen Opfern nachgegangen. Der Rundgang eignet sich auch für Multiplikatoren, die das Konzept an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen anbieten möchten. Er endet in der Peterstraße.
Trump und die MAGA-Bewegung - Online
Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Praxis-Workshop: Umgang mit demokratiefeindlichen, diskriminierenden Parolen
In Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg.
Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? In der Nachbarschaft oder im Sportverein fallen diskriminierende Sprüche? Im Bus wird ein Fahrgast wegen seiner Herkunft beleidigt?
Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, nichts gesagt zu haben – ist hier richtig. Schweigen kann nämlich Zustimmung bedeuten – und wir wollen gegen dieses Schweigen angehen.
Gemeinsam werden wir kommunikative Muster unseres Gegenübers (er)kennen lernen und vielfältige Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren. So können wir für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und diskriminierende Parolen in unserem Umfeld nicht einfach hinnimmt.
Neugier und aktives Mitmachen werden bei diesem interaktiven Workshop vorausgesetzt.
Helga B. Gundlach, M.A., ist Trainerin für Interkulturelle Kompetenz, Diversity, Konfliktmanagement und Demokratiestärkung
Jungsein in Demokratie & Diktatur
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Moderation: Miriam Menzel
Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".Gesprächsgäste Lisa Trebs und Tim Eisenlohr
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK.
Die Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus.
Sie wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt.
Wie einfach kann ein lebendes System sein? - Online
Die Biologie definiert die Zelle als kleinste Einheit des Lebens. Aber selbst die einfachsten Zellen auf der Erde sind unglaublich komplex, so dass es praktisch unmöglich ist, sie in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
Auch haben wir noch immer keine Kenntnis davon, wie die erste Zelle überhaupt entstanden sein könnte.
Aus diesem Grund versuchen wir, wesentliche Prozesse des Lebens aus einfachen biologischen Bausteinen nachzubilden, um eine Vorstellung von den physikalischen und chemischen Bedingungen zu bekommen, die notwendig sind, damit aus einem chemischen System ein biologisches System wird.
Dazu verwenden wir den Ansatz der Synthetischen Biologie, der zelluläre Systeme in einzelne Funktionsmodule zerlegt, die unabhängig voneinander untersucht werden können.
Von besonderem Interesse für uns ist die Funktion der Zellteilung.
Derzeit wird versucht, ein möglichst einfaches molekulares System aufzubauen, das in der Lage ist, sogenannte Membranvesikel, die einfachsten Modelle von Zellhüllen, autonom in zwei Tochterzellen zu teilen. Zu diesem Zweck verwenden wir einige Proteinsysteme aus E. coli-Bakterien.
Petra Schwille studierte Physik und Philosophie und promovierte 1996 an der TU Braunschweig mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, bei Nobelpreisträger Manfred Eigen.. Im Jahr 2002 nahm sie einen Ruf auf eine Professur für Biophysik am neu gegründeten BIOTEC-Zentrum der TU Dresden an. Seit 2012 ist sie Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik am MPI für Biochemie und Honorarprofessorin für Physik an der LMU München. Sie ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Vortrag und Diskussion: Toxische Männlichkeit und Gewalthandeln
Ob Partnerschaftsgewalt, sexualisierte Gewalt, physische Misshandlungen im öffentlichen Raum oder auch digitale Gewalt - bei allen Gewaltformen sind Männer als Täter deutlich überrepräsentiert. Gewalthandeln ist also ganz offenkundig mit toxischen Männlichkeitskonstruktionen elementar verknüpft.
In diesem Vortrag soll intensiv betrachtet und anhand von acht konkreten Thesen ausgeführt werden, wie genau traditionelle Männlichkeitsvorstellungen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens gegenüber Mädchen und Frauen, aber auch gegenüber anderen Jungen und Männern, drastisch erhöhen.
In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg.
Schreiben zwischen persönlichen Ansprüchen und Verkaufbarkeit
Die junge Autorin Lucia möchte mit überholten Erzählstrukturen brechen. Leider ist sie nicht besonders erfolgreich. Doch eines Tages steht ein Pinguin vom Literaturmarketingkonzern vor ihrer Tür und bietet seine Hilfe an. Erfolgreich schreiben, aber zu welchem Preis? Ein Roman über den Zwiespalt zwischen eigenen Ansprüchen und der massentauglichen Verkaufbarkeit von Kunst im Kapitalismus.
Gesprächsrunde: Jüdisches Leben in Oldenburg und in Deutschland
Diese Gesprächsrunde beleuchtet jüdisches Leben in Oldenburg aus der Perspektive eines deutsch-italienisch-jüdischen aktiven Gemeindemitglieds.
Wie sieht der Alltag jüdischen Lebens und Glaubens in unserer Stadt aus? Wie fühlen sich Juden heute in Oldenburg und in Deutschland?
Seien Sie herzlich zu Gespräch und Austausch eingeladen.
Tschüss Moor, ich drücke dann mal auf die Tube!
Moore sind Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zudem können sie potente Klimaschützer sein – wenn wir sie lassen und entsprechend mit ihnen umgehen. Die Begründungen finden sich in ihrer faszinierenden Entstehungsgeschichte: daraus lassen sich tiefere Erkenntnisse zur Klimarelevanz und der Bedeutung für den Artenschutz unserer noch vorhandenen Restmoore ableiten.
Unsere Region ist der moorreichste Teil Deutschlands! Das bislang unausgeschöpfte Potenzial unserer Moorböden kann helfen, im Transformationsprozess hin zu einer klimafreundlicheren Welt, riesige Mengen des klimawirksamen Gases Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu entfernen – wenn wir es zulassen und entsprechend handeln.
Überregionale Infrastrukturmaßnahmen aber gerade auch unser individuelles Handeln entscheiden weiterhin und zukünftig in noch stärkerem Maß über den Erhalt oder das Verschwinden unserer Restmoore. Über einen spielerischen Zugang und in Form einer Material-begleiteten Diskussion nähern wir uns der Thematik auf grundlegendem Niveau.
Medienkompetenz vermitteln
Ein Angebot von NDR und den Volkshochschul-Landesverbänden im Norden aus der Reihe "Auf Kurs bleiben - NDR und vhs im Norden".
Desinformation erkennen, KI-generierte Inhalte einordnen, Medienkompetenz weitergeben - diese Kompetenzen werden für die Arbeit in der Erwachsenen- und Jugendbildung immer wichtiger. In einer gemeinsamen Fortbildungsreihe adressieren NDR und die Volkshochschul-Landesverbände im Norden diese Themen in einer ganztägigen Präsenz- Fortbildung. Sie richtet sich an pädagogisches Fachpersonal und Multiplikator*innen, die Medienthemen in ihre eigene Bildungsarbeit integrieren möchten - ob in VHS-Kursen, im Offenen Ganztag, in der Sozialarbeit oder in anderen Formaten der Erwachsenen- und Jugendbildung.
Programm:
Block 1: 10:00-12:00 Uhr: Fake oder echt? Desinformation erkennen und einordnen
mit André Schünke (NDR)
Woran erkenne ich manipulierte Inhalte, gezielte Desinformation oder Verschwörungsmythen - ob auf Instagram, TikTok oder in der WhatsApp-Gruppe? Wie entsteht seriöser Journalismus? Gemeinsam analysieren wir Beispiele, enttarnen Fakes und entwickeln ein Gespür dafür, welchen Quellen wir vertrauen können.
André Schünke macht seit mehr als 20 Jahren Nachrichten - für NDR 2, NDR Info, tagesschau und tagesschau24. In diesem Workshop bringt er die Redaktionspraxis direkt in den Kursraum.
Block 2: 13:00-15:00 Uhr: KI und Bildung - Chancen verstehen, Risiken einordnen
mit Isabell Lerch (NDR)
Künstliche Intelligenz schreibt Text, erstellt Bilder, klont Stimmen - schneller und überzeugender als je zuvor. Was bedeutete das für unsere Bildungsarbeit und für unsere Teilnehmenden? Wir schauen uns an, wie KI-generierte Inhalte entstehen, woran wir sie erkennen können - und wo die Grenze zwischen nützlichem Werkzeug und gezielter Manipulation liegt. Mit konkreten Alltagsbeispielen und Raum für eigene Fragen.
Isabel Lerch arbeitet als Datenjournalistin und KI-Lotsin beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen in den Bereichen journalistische Recherche, Datenjournalismus, Datenvisualisierung und KI weiter.
Franz Kafka und Prag - Online
Prag, die Hauptstadt Böhmens, war um 1900 durchaus nicht das gemütliche k.u.k.-Reservat, das sich heutige Touristen gerne vorstellen.
Die Stadt war geprägt von sich zuspitzenden nationalen Gegensätzen zwischen Tschechen und Deutschen, was vor allem die jüdische Bevölkerung in eine prekäre Lage versetzte.
Aber auch das Tempo, mit dem eine Vielzahl technischer Innovationen innerhalb weniger Jahre durchgesetzt wurde, ließ bei vielen Bewohnern das Gefühl aufkommen, am Ende einer Epoche zu stehen.
Sehr genau registrierte Kafka die unheimliche Faszination dieser Herausforderung: Telefone, Diktiergeräte, nächtlich beleuchtete Straßen, elektrische Trams und nicht zuletzt Kinos veränderten auch seinen Alltag.
Dr. Reiner Stach studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik.
1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte.
2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
Konrad Adenauer - Online
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus.
Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert.
Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert.
Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht.
Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst.
Norbert Frei lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Davor forschte er u.a. an dem Institut für Zeitgeschichte, an der Harvard University, in Princeton, in Jerusalem und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Kunst im Ohr - Online
Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen!
Seien Sie dabei, wenn sich vier Freund*innen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen.
Wer hätte das gedacht!? Just in Hamburg gibt es nicht nur einen Leibl-Weg, nein, dort befindet sich auch eines der bekanntesten Gemälde Wilhelm Leibls (1844 – 1900): „Drei Frauen in der Kirche“ von 1878/82. Ein Bild, das zugleich mehrere Stadien der Andacht und verschiedene Lebensalter zeigt. Die Neue Pinakothek in München wiederum besitzt „In der Bauernstube“ von 1890. In beiden Bildern geht es um die realistische Darstellung von Menschen aus der ländlichen Region in Oberbayern, in die sich Leibl ab 1873 zurückgezogen hatte. Alle Personen tragen (Sonntags-)Tracht. Inwiefern liefern diese Motive Stoff für gesellschaftliche beziehungsweise regionale Normen, Identitäten und Zugehörigkeiten?
Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle,
Frederike Harms ist wissenschaftliche Volontärin ebendort.
Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München.
Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung.
In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle.
Vortrag und Diskussion: (Un)sicherheit in der Gesellschaft
Was bedeutet Sicherheit und für wen gilt sie eigentlich?
Der Vortrag rückt Stimmen aus dem Alltag in den Mittelpunkt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen Sicherheit erleben – abhängig von Zuschreibungen, gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen. Dabei wird sichtbar, wie Sprache, Schweigen und gesellschaftliche Debatten darüber entscheiden, wer sich zugehörig fühlen kann – und wer nicht.
Der Vortrag lädt zu einem Perspektivwechsel ein: weg von der Frage, ob Unsicherheit „berechtigt“ ist, hin zu der Frage, wie sie gesellschaftlich entsteht – und was das für unser Zusammenleben bedeutet.
Bayan Anouz ist Pädagogin, Dozentin und Beraterin. Für Workshops zur politischen Teilhabe neu Eingebürgerter erhielt sie 2026 den Integrationspreis der Stadt Oldenburg.