Politikwissenschaftler Siebo M. H. Janssen
Siebo M. H. Janssen, Politikwissenschaftler und Historiker.
Tätig ist er an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen im In- und Ausland als Lehrbeauftragter u. a. in den Bereichen: Europäische und internationale Politik, politische Systeme europäischer Staaten. Darüber hinaus ist er freiberuflich tätig in der politischen Erwachsenenbildung u. a. für die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Friedrich-Naumann-Stiftung.
- Am 3. November 2026 finden in den Vereinigten Staaten von Amerika die sogenannten Midterm Elections statt – die Zwischenwahlen, die turnusgemäß in der Mitte jeder Präsidentschaftsperiode abgehalten werden. Historisch gesehen verlieren die Parteien von Präsidenten bei Zwischenwahlen regelmäßig Sitze im Kongress. Doch die Midterms 2026 finden in einem politischen Klima statt, das von außergewöhnlicher Intensität geprägt ist. Die Ergebnisse der Midterms werden weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus Konsequenzen haben. Als weltgrößte Volkswirtschaft und einflussreichste Militärmacht der Erde prägen die USA das internationale Geschehen entscheidend mit. Die Zusammensetzung des neuen Kongresses wird bestimmen, welche außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen die Regierung durchsetzen kann: ob es etwa bei der Unterstützung der NATO-Partner bleibt, wie sich die USA im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine positionieren, oder welchen Kurs Washington in der Handelspolitik gegenüber China einschlägt. Für Europa und insbesondere für Deutschland sind diese Fragen von unmittelbarer strategischer Bedeutung.