Play – Mein anderes Ich
7. November 2026 - 1. Oktober 2027 | 3. Etage
Helden und Heldinnen, magische Wesen und tierische Alter Egos… „Play – Mein anderes Ich“ präsentiert die besten Bilder unseres neuesten Fotowettbewerbs und widmet sich vielfältigen Formen von Maske und Inszenierung, die weit über das bloße Verkleiden hinausgehen. Die Ausstellung erzählt ebenso von Kreativität und Spielfreude wie von Identität, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Fragen. Dabei reicht die Altersspanne der Ausstellenden von Anfang zwanzig bis Ende siebzig und macht deutlich, dass die Faszination für Rollen und kreative Selbstentwürfe keine Frage des Alters ist.
Die Ausstellung führt in die Welten von Cosplay, Furry und Fantasy, zeigt aber auch fiktive Rollenentwürfe, die der Realität nahestehen. Sie präsentiert Kunstfiguren, eigens erschaffene Charaktere und Neuinterpretationen ikonischer Persönlichkeiten. Zwischen detailverliebter Inszenierung und individuellem Ausdruck entstehen Bilder, in denen Realität und Fantasie ineinanderfließen. Viele der Arbeiten berühren Fragen nach Zugehörigkeit, Selbstbild oder Geschlechterrollen und dem Wunsch, für einen Moment jemand anderes – oder vielleicht mehr man selbst – zu sein.
Persönliche Statements der Ausstellenden erzählen von ihrer Motivation und der oftmals beeindruckenden Umsetzung. Außerdem erfährt man Wissenswertes zu Motiven und Hintergründen.
„Play – Mein anderes Ich“ lädt dazu ein, hinter die Masken zu blicken – auf die Geschichten, die erzählt werden, auf die Menschen, die sie erschaffen, und auf die gesellschaftlichen Fragen und Werte, die sich in ihnen spiegeln. Sie eröffnet einen Raum für Begegnungen zwischen Kreativität, Identität und Technologie – und für die Auseinandersetzung damit, wie wir uns selbst und andere in unserer heutigen Welt sehen.
Eine Ausstellung der VHS Oldenburg

Die Ausstellenden
Yasmin Christina | Stephanie Damjanovic | Carla Gremmer | Dana Haake | Mira Hartikainen | Jörn Henning | Thomas Jans | Inga Janssen | Florian Kampe | Kilian Kiehn | Thomas Leuckert | Viviane Lippold | Dennis Marquardt | Jamie Monsees | Alexander Plogmacher | Jürgen Richter | Wolfgang Scholz | Rainer Schulz | Martini Snowfox | Lea Stamerjohanns | Ennow Strelow | Sascha Teßmer
Anwendung von Künstlicher Intelligenz
Einige der ausgestellten Fotografien wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz bearbeitet. KI wurde hier als unterstützendes Werkzeug genutzt um das eigene Foto um bestimmte Effekte zu ergänzen oder die Bildwirkung zu optimieren. Die kreative Eigenleistung steht bei diesen Bildern klar im Mittelpunkt. Entsprechende Informationen in der Ausstellung geben Auskunft darüber, ob und in welcher Form KI bei der Entstehung der Werke eingesetzt wurde.
Die Produktion von Bildern ist heute vielfältiger denn je. Neben klassischer Fotografie, digitaler Bildbearbeitung und Compositing spielt zunehmend auch Künstliche Intelligenz eine Rolle im kreativen Schaffensprozess von Kunstschaffenden und Kreativen. Als weiteres gestalterisches Werkzeug eröffnet sie neue Wege, um Ideen, Stimmungen und Fantasiewelten sichtbar zu machen. Gerade in den Bildwelten von Cosplay, Gaming, Anime, Fantasy und Science-Fiction werden die Grenzen zwischen analogen und digitalen Ausdrucksformen zunehmend fließender.
Wir verstehen Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als ein neues Werkzeug künstlerischen Ausdrucks. Als Bildungseinrichtung möchten wir kulturelle Entwicklungen nicht nur beobachten, sondern aktiv aufgreifen, reflektieren und erlebbar machen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Räume für eine differenzierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen zu schaffen. Künstliche Intelligenz wirft wichtige Fragen auf: Was bedeutet Kreativität im digitalen Zeitalter? Wie verändern sich Urheberschaft und künstlerisches Arbeiten? Welche Chancen und Herausforderungen entstehen durch neue Technologien?
Auch der europäische Gesetzgeber reagiert auf diese Entwicklungen: Mit dem → EU AI Act wird ein rechtlicher Rahmen für einen verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit Künstlicher Intelligenz geschaffen. Für uns ist daher Transparenz im Rahmen dieses Ausstellungswettbewerbs ein wichtiger Bestandteil.
Volkshochschule Oldenburg



