- Sinti* und Roma* sind seit Jahrhunderten Teil der deutschen und europäischen Gesellschaft – und dennoch bleiben ihre Perspektiven, Geschichten und Lebensrealitäten oft unsichtbar oder werden von Vorurteilen geprägt. Der Vortrag beleuchtet historische Hintergründe, gesellschaftliche Ausgrenzung und die Folgen von Antiziganismus bis heute. Gleichzeitig richtet er den Blick auf Vielfalt, Selbstorganisation, politische Teilhabe und die Frage, wie eine diskriminierungskritische und gerechte Gesellschaft aussehen kann. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, stereotype Bilder zu hinterfragen und Räume für Austausch und Reflexion zu eröffnen.
- In Kooperation mit dem Arbeitskreis Koloniale Kontinuitäten. Rassismus in Medizin und Gesundheitsversorgung wird in der Öffentlichkeit durchaus wahrgenommen, aber nur zögerlich bearbeitet. Der Vortrag macht deutlich, wie sich Rassismus im Gesundheitswesen zeigt und welche konkreten Konsequenzen er haben kann. Er erklärt auch, warum jede*r in irgendeiner Form in Rassismus im Gesundheitswesen eingebunden ist - und wie dies den Ausgangspunkt bilden kann, um Rassismus im Gesundheitswesen zu bearbeiten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen und Diskussion. Niklas Ellerich-Groppe ist Medizinethiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Ethik in der Medizin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt zu ethischen Fragen der Diversität in Medizin und Gesundheitsversorgung sowie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und intergenerationellen Perspektiven in der Gesundheitsethik.
- Gemeinsame Zeit erleben, Neues entdecken und unvergessliche Erinnerungen schaffen – dieses Wochenende gehört ganz den Vätern und ihren Kindern. Im Mittelpunkt stehen vielfältige Spiel- und Bewegungsangebote, die analoge und digitale Spielwelten miteinander verbinden. Durch gemeinsames Ausprobieren, Entdecken und Reflektieren werden Kreativität, Kooperation und Medienkompetenz gefördert. Beim gemeinsamen Zubereiten einfacher, gesunder Mahlzeiten erleben die Teilnehmenden zudem alltagspraktische Anregungen für das Familienleben. Neben spannenden Aktivitäten bleibt genügend Raum für Gespräche, gemeinsames Erleben und den Austausch untereinander. So entstehen wertvolle Momente für die Vater-Kind-Beziehung ebenso wie für Begegnungen zwischen den Vätern und den Kindern untereinander. Die selbstständige Anreise ist am Freitag ab 16:30 Uhr möglich. Nach einem entspannten Brunch am Sonntag trennen sich die Wege um ca. 12:00 Uhr. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern. Altersgruppe der Kinder: 6-12 Jahren Anreise Fr. 30.10.2026 16:30 Uhr Abreise So. 01.11.2026 12:00 Uhr Unterkunft: Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz e.V. Kosten: Vater 80,- €, pro Kind 20,- € Die Anmeldung ist auf der Website der VHS Cloppenburg möglich: https://www.vhs-cloppenburg.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/AG1145/ Weitere Informationen zur Unterkunft: https://pfadfinder-bildungsstaette.de Eine Kooperation der VHS Oldenburg gGmbH und der Kreisvolkshochschule Wesermarsch GmbH Gefördert durch die "Väterwerkstatt 2026" von der AEWB
- In Kooperation mit dem Arbeitskreis Koloniale Kontinuitäten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ab 1906 entfaltete sich ein ausgefeiltes kaiserzeitliches Wissenschaftsnetzwerk an der Schnittstelle von Pharmaindustrie und Tropenmedizin. In diesem Rahmen testeten bedeutende Akteure, darunter die Nobelpreisträger Robert Koch und Paul Ehrlich, experimentelle Mittel gegen die gefürchtete Afrikanische Schlafkrankheit in eigens hierfür eingerichteten „Schlafkranken-Konzentrationslagern“ in deutschen Kolonien ohne Rücksicht auf african dignity im Humanversuch. Der Vortrag zielt darauf, dieses ethisch höchst ambivalente Forschungsnetzwerk mit seinen Praktiken des kolonialen Humanversuchs nachzuzeichnen und zu vermessen – nicht ohne den Blick auf etwaige Kontinuitätslinien zur Geschichte des nationalsozialistischen Humanexperiments zu lenken. Markus Hedrich ist Postdoktorand am Arbeitsbereich Globalgeschichte des Historischen Seminars der Universität Hamburg. Hier arbeitet er an einer Geschichte des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Seine biographische Studie zu dem Tropenmediziner Bernhard Nocht wurde für den Literaturpreis HamburgLesen 2025 nominiert.
- Woher wissen Sie, dass Sie glücklich sind? Braucht es andere, um glücklich zu sein? Und ist es einfach, glücklich zu sein? Im Philosophiercafé widmen wir uns den großen Fragen rund um das Glück. In offener und wertschätzender Atmosphäre erkunden wir gemeinsam unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein gelungenes und glückliches Leben ausmacht. Dabei philosophieren wir auf vielfältige Weise: Wir hören Geschichten, die zum Nachdenken anregen, tauschen Erfahrungen aus, diskutieren, schreiben und gestalten. So machen wir Gedanken sichtbar und entwickeln sie weiter. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich - gefragt sind allein Neugier, Offenheit und die Freude am gemeinsamen Denken. Was können Sie mitnehmen? Neue Blickwinkel auf das Thema Glück, spannende Denkanstöße für Ihren Alltag, mehr Klarheit über Ihre eigenen Überzeugungen und die Erfahrung, wie bereichernd es sein kann, gemeinsam mit anderen über grundlegende Lebensfragen nachzudenken.
- In Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg. Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? In der Nachbarschaft oder im Sportverein fallen diskriminierende Sprüche? Im Bus wird ein Fahrgast wegen seiner Herkunft beleidigt? Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, nichts gesagt zu haben – ist hier richtig. Schweigen kann nämlich Zustimmung bedeuten – und wir wollen gegen dieses Schweigen angehen. Gemeinsam werden wir kommunikative Muster unseres Gegenübers (er)kennen lernen und vielfältige Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren. So können wir für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und diskriminierende Parolen in unserem Umfeld nicht einfach hinnimmt. Neugier und aktives Mitmachen werden bei diesem interaktiven Workshop vorausgesetzt. Helga B. Gundlach, M.A., ist Trainerin für Interkulturelle Kompetenz, Diversity, Konfliktmanagement und Demokratiestärkung
- Ob Partnerschaftsgewalt, sexualisierte Gewalt, physische Misshandlungen im öffentlichen Raum oder auch digitale Gewalt - bei allen Gewaltformen sind Männer als Täter deutlich überrepräsentiert. Gewalthandeln ist also ganz offenkundig mit toxischen Männlichkeitskonstruktionen elementar verknüpft. In diesem Vortrag soll intensiv betrachtet und anhand von acht konkreten Thesen ausgeführt werden, wie genau traditionelle Männlichkeitsvorstellungen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens gegenüber Mädchen und Frauen, aber auch gegenüber anderen Jungen und Männern, drastisch erhöhen. In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg.
- Die junge Autorin Lucia möchte mit überholten Erzählstrukturen brechen. Leider ist sie nicht besonders erfolgreich. Doch eines Tages steht ein Pinguin vom Literaturmarketingkonzern vor ihrer Tür und bietet seine Hilfe an. Erfolgreich schreiben, aber zu welchem Preis? Ein Roman über den Zwiespalt zwischen eigenen Ansprüchen und der massentauglichen Verkaufbarkeit von Kunst im Kapitalismus.
- Was bedeutet Sicherheit und für wen gilt sie eigentlich? Der Vortrag rückt Stimmen aus dem Alltag in den Mittelpunkt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen Sicherheit erleben – abhängig von Zuschreibungen, gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen. Dabei wird sichtbar, wie Sprache, Schweigen und gesellschaftliche Debatten darüber entscheiden, wer sich zugehörig fühlen kann – und wer nicht. Der Vortrag lädt zu einem Perspektivwechsel ein: weg von der Frage, ob Unsicherheit „berechtigt“ ist, hin zu der Frage, wie sie gesellschaftlich entsteht – und was das für unser Zusammenleben bedeutet. Bayan Anouz ist Pädagogin, Dozentin und Beraterin. Für Workshops zur politischen Teilhabe neu Eingebürgerter erhielt sie 2026 den Integrationspreis der Stadt Oldenburg.
- In Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg. Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? In der Nachbarschaft oder im Sportverein fallen diskriminierende Sprüche? Im Bus wird ein Fahrgast wegen seiner Herkunft beleidigt? Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, nichts gesagt zu haben – ist hier richtig. Schweigen kann nämlich Zustimmung bedeuten – und wir wollen gegen dieses Schweigen angehen. Gemeinsam werden wir kommunikative Muster unseres Gegenübers (er)kennen lernen und vielfältige Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren. So können wir für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und diskriminierende Parolen in unserem Umfeld nicht einfach hinnimmt. Neugier und aktives Mitmachen werden bei diesem interaktiven Workshop vorausgesetzt. Helga B. Gundlach, M.A., ist Trainerin für Interkulturelle Kompetenz, Diversity, Konfliktmanagement und Demokratiestärkung
- Vielfalt wird in der Gesellschaft sichtbarer und stärker wahrgenommen. Auch Einrichtungen in Medizin und Gesundheitsversorgung sind gefragt, diese Diversität zu gestalten. Die Kompetenz, mit Diversität und Diskriminierung umzugehen, hilft beim Erkennen von Bedarfen und Bedürfnissen. Denn nur so ist eine gerechte und angemessene Gesundheitsversorgung für alle Menschen möglich. Der Workshop vermittelt notwendiges Wissen über Diversität und Diskriminierung im Gesundheitswesen. Darüber hinaus bietet er Reflexionsräume und lädt ein, eigene Zuschreibungen, Schubladendenken und Stereotype zu erkennen und zu reflektieren. Die Teilnehmer*innen entwickeln Maßnahmen und Strategien für eine diversitätssensible und diskriminierungskritische Praxis. Also: Let´s talk about diversity! Dieser Workshop ist für Ärzt*innen, Therapeut*innen, Pflegende und Seelsorgende, Führungskräfte und Mitarbeiter*innen in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Niklas Ellerich-Groppe ist Medizinethiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Ethik in der Medizin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt zu ethischen Fragen der Diversität in Medizin und Gesundheitsversorgung sowie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und intergenerationellen Perspektiven in der Gesundheitsethik.