- In Kooperation mit der Kreis Initiative Rad (KIR). Die Mobilitätsbedingungen im ländlichen Raum sind durch spezifische Herausforderungen geprägt, die eine differenzierte Planung für eine nachhaltige Mobilität erfordern. Durch die vielfach eingeschränkte Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln, durch fehlende alternative Mobilitätsangebote und oft lange Wege zu Arbeitsplätzen und Versorgungseinrichtungen besteht immer noch eine hohe Abhängigkeit vom PKW. Insbesondere älteren Menschen und Personen ohne Führerschein droht dadurch Mobilitätsarmut und sozialer Ausschluss. Wie kann es trotzdem gelingen, eine autounabhängige, verlässliche und nachhaltige Mobilität für alle zu gewährleisten? In einer Podiumsdiskussion unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Christian Pundt stellen Verkehrsplaner Prof. Dr. Rainer Schwerdhelm (Jade Hochschule, Fachgebiet Mobilität und Steuerung von Verkehrsströmen), Bjarne Lotze, Geschäftsführer von "Fair Spaces" Berlin Maßnahmen für nachhaltige Mobilitätslösungen vor. Vorgestellt wird zudem das Projekt der Stadt Leer "FaCit" (Mit dem Fahrrad in der City), das für einen Ausbau der Infrastruktur in der Innenstadt steht. Ziel von "FaCit" ist es, mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen und das Stadtklima für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern.
- Die atlantische Umwälzzirkulation (AMOC), zu der auch der Golfstrom gehört, hat durch ihren großen Wärmetransport erheblichen Einfluss auf das Klima in Europa und weltweit. Prof. Joke Lübbecke, Leiterin der Abteilung Ozeanographie an der Universität Bremen, erläutert die Gründe für die Befürchtung, dass diese Zirkulation bei voranschreitendem Klimawandel abnimmt. Sie zeigt auch, wie die Strömungen im Ozean gemessen werden können und welche Veränderungen Klimamodelle prognostizieren.
- Der Gebietsschutz als Teil des Naturschutzes erfährt seit geraumer Zeit europaweit einen tiefgreifenden paradigmatischen Wandel: Neben die „klassischen“ Ziele der Bewahrung von Natur und Landschaft tritt vermehrt die Erwartung, Schutzgebiete auch als Experimentierräume und Labore der Nachhaltigkeitstransformation nutzen zu können. In besonderer Weise verbindet sich diese Vorstellung mit dem Konzept der Biosphärenreservate – einer Schutzgebietskategorie, die durch ihre Zertifizierung durch die UNESCO weltweite Geltung hat. Beispiele aus Deutschland und anderen Ländern Europas, u.a. aus dem Großen Walsertal (Österreich), der Rhön und - ganz aktuell - dem Niedersächsischen Wattenmeer zeigen, wie in Biosphärenreservaten Formen einer nachhaltigen Landnutzung, eines nachhaltigen Wirtschaftens und eines nachhaltigen Lebens erprobt werden. Ob und inwieweit die Biosphärenreservate dabei zu Pionieren einer gesamtgesellschaftlichen Nachhaltigkeitstransformation werden, muss sich in der Zukunft erweisen. Prof. Dr. Ingo Mose, Angewandte Geographie und Umweltplanung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- In Kooperation mit Olegeno Energie-Genossenschaft eG. Sie wollten schon immer mal die Energiewende selbst in die Hand nehmen? In unserem Workshop zeigen wir, wie Sie mit einer Balkon-Photovoltaikanlage (Balkon-PV), auch bekannt als Mini-PV, Ihren eigenen grünen Strom produzieren können! Wir beantworten Ihnen die Fragen: Was bringt eine Balkon-PV? Was kostet sie? Wo kann ich sie errichten? Welche Schritte muss ich konkret unternehmen, um sie zu installieren und anzumelden? Und alles Weitere, was Sie sonst noch über Balkon-PV wissen möchten. Der Referent engagiert sich ehrenamtlich bei Olegeno Energie-Genossenschaft eG, einem Netzwerk aus über 500 Bürger*innen, um die Energiewende in Oldenburg, insbesondere im Bereich Solar, voranzutreiben.