- Nach dem Vertrag von Locarno (Oktober 1925) setzte in Deutschland eine heute vergessene Diskussion über die Vereinigten Staaten von Europa oder auch Paneuropa ein. Politiker*innen entwickelten Ideen zu einer Zollunion und einem Binnenmarkt und diskutierten darüber, welche Länder zu diesem vereinten Europa gehören sollten. Hintergrund war eine Phase der internationalen Entspannung, vor allem zwischen den beiden europäischen Erzrivalen Frankreich und Deutschland, die im selben Jahr in der Verleihung des Friedensnobelpreises an die beiden Außenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann mündete. Mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 konzentrierten sich die Politiker*innen wieder auf nationale Lösungen - der Rest ist Geschichte. Die Diskussion zeigt, dass der Rückfall in die nationalistische Politik der 1930er-Jahre keineswegs zwingend war, sondern dass es Alternativen gab und heute noch geben könnte. Ein Blick auf die internationale Politik zeugt von der anhaltenden Relevanz. Es bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.
- Eine Kooperation von VHS Oldenburg, Präventionsrat Oldenburg, Omas gegen Rechts, IBIS e.V., Europäische Föderalisten Oldenburg e. V. In einer lebendigen repräsentativen Demokratie ist es die Aufgabe der Wählerinnen und Wähler, die Arbeit der gewählten Abgeordneten aufmerksam und kritisch, aber auch unterstützend zu begleiten. Deren Funktion als politische Vertretung wird vor dem Hintergrund zunehmend starker populistischer und extremistischer Positionen immer schwieriger. Wir möchten im öffentlichen Austausch von Informationen und Meinungen mit den Abgeordneten gemeinsam Ideen für zukunftsfähige demokratische Handlungsoptionen entwickeln. Ein bis zwei Mal im Jahr greifen wir aktuelle Themen auf und diskutieren mit unseren Abgeordneten ihre Positionen und Handlungsoptionen. Das Gespräch am 27.05.2026 soll auch die Möglichkeit zum direkten Austausch bieten. Um das zu ermöglichen, haben wir die Anzahl der Teilnahmeplätze auf 60 begrenzt. In einer Fragerunde zu Beginn sprechen wir über den Zugang zu Deutschkursen als wichtiges Thema der Integration. Anschließend können Sie mit den Abgeordneten dieses Thema vertiefen oder weitere Themen ansprechen. Unsere Gäste sind die Bundestagsabgeordneten: Frau Filiz Polat (Grüne), als Vertretung für Alaa Alhamwi (Grüne) Herr Stefan Albani (CDU) Herr Dennis Rhode (SPD)
- Im September 2026 finden in zwei der ostdeutschen Bundesländer - Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern - Landtagswahlen statt. Vermutlich wird die AFD bei beiden Wahlen stärkste Partei werden und könnte sogar erstmals einen Ministerpräsidenten oder eine Ministerpräsidentin stellen. In diesem Vortrag soll untersucht werden, warum die Partei im Osten so stark ist und ob die Bevölkerung in Ostdeutschland andere politische Schwerpunkte, bedingt durch ihre Herkunft und spezifischen Erfahrungen, hat. Es bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.