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Erinnerungskulturen

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Auf den Spuren jüdischer Familien in Oldenburg Rundgang durch die Innenstadt
So. 18.10.2026 11:00
  Oldenburg

- Von der Franzosenzeit (1811-1813) bis zur Reichspogromnacht 1938 prägten jüdische Zuwander*innen das Oldenburger Geschäftsleben. Sie entwickelten die Mode, die Technik, die Verkehrmittel, eröffneten Reisebüros und verfügten u. a. über eine Lichtfabrik und zwei Großdampfwäschereien. Auf der Stadtführung begeben wir uns auf die Spuren dieses ausgelöschten Geschäftslebens.

Kursnummer 26BO11602
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Gebühr: 10,00 €
Der Bunker "Valentin": Zwangsarbeit im Nationalsozialismus Seminar und Rundgang mit eigener Anreise
Di. 20.10.2026 10:15
  Bremen

- Der Bunker "Valentin" ist die Ruine einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden hier Tausende von Zwangsarbeitenden aus ganz Europa und Nordafrika eingesetzt. Mehr als 1600 von ihnen starben während der Bauarbeiten. Dieses Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem Denkort Bunker Valentin statt, einer Einrichtung der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. Nach einer Einführung in das Thema NS-Zwangsarbeit stehen ein Rundgang über das Gelände und Recherche-Aufgaben auf dem Programm. Die Anreise erfolgt eigenständig. Bitte bringen Sie ausreichend Verpflegung mit. Vor Ort kann keine Verpflegung gekauft werden.

Kursnummer 26BO11608
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Gebühr: 10,00 €
Vortrag: Krankenmord und Bereicherung
Mi. 28.10.2026 18:30
  Oldenburg

- In oldenburgischen Anstalten und Heimen herrschte ab 1936 der Hungertod. Grund dafür war ein radikales Kostensenkungsprogramm der Landesregierung. Von den freigesetzten Pflegegeldern profitierten Kommunen, Betriebe, Verbände und Heimatvereine. Bereicherungsformen an der „Euthanasie“ waren weit verbreitet - nicht nur in Oldenburg. Dr. Ingo Harms stellt die Erkenntnisse der Forschung vor und nennt die Opfer, die Täter und die Profiteure.

Kursnummer 26BO11603
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Gebühr: kostenlos
Vortrag mit Gespräch: Humanexperimente in kolonialem Kontext Robert Koch, Paul Ehrlich und der koloniale Menschenversuch in Deutsch-Ostafrika, 1906-1914
Di. 03.11.2026 18:00
  Oldenburg

- In Kooperation mit dem Arbeitskreis Koloniale Kontinuitäten. Ab 1906 entfaltete sich ein ausgefeiltes kaiserzeitliches Wissenschaftsnetzwerk an der Schnittstelle von Pharmaindustrie und Tropenmedizin. In diesem Rahmen testeten bedeutende Akteure, darunter die Nobelpreisträger Robert Koch und Paul Ehrlich, experimentelle Mittel gegen die gefürchtete Afrikanische Schlafkrankheit in eigens hierfür eingerichteten „Schlafkranken-Konzentrationslagern“ in deutschen Kolonien ohne Rücksicht auf african dignity im Humanversuch. Der Vortrag zielt darauf, dieses ethisch höchst ambivalente Forschungsnetzwerk mit seinen Praktiken des kolonialen Humanversuchs nachzuzeichnen und zu vermessen – nicht ohne den Blick auf etwaige Kontinuitätslinien zur Geschichte des nationalsozialistischen Humanexperiments zu lenken. Markus Hedrich ist Postdoktorand am Arbeitsbereich Globalgeschichte des Historischen Seminars der Universität Hamburg. Hier arbeitet er an einer Geschichte des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Seine biographische Studie zu dem Tropenmediziner Bernhard Nocht wurde für den Literaturpreis HamburgLesen 2025 nominiert.

Kursnummer 26BO11309Z
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Gebühr: kostenlos
Spuren der Opfer: Führung durch die Gedenkstätte Wehnen Lebensgeschichten und Krankenmorde im Nationalsozialismus
Sa. 07.11.2026 11:00
  Bad Zwischenahn

- Die Führung durch die Gedenkstätte Wehnen rückt Biographien von Opfern der nationalsozialistischen Krankenmorde in den Mittelpunkt. Anhand von Dokumenten, Tafeln und den „Roten Büchern“ wird das Leben von Patientinnen und Patienten – auch von Kindern – erfahrbar gemacht. Die historischen Räume laden dazu ein, sich der Verantwortung gegenüber der Vergangenheit bewusst zu stellen. Treffpunkt: Gedenkstätte Wehnen, Alte Pathologie - Gebäude 23, Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn Für Ihre Anreise empfehlen wir Ihnen, den interaktiven Lageplan auf der Website der Karl-Jaspers-Klinik. Dort finden Sie hilfreiche Informationen zur Orientierung sowie zur Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkmöglichkeiten.

Kursnummer 26BO11604
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Gebühr: kostenlos
Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Oldenburg Vom Alten Landtag bis zum Mahnmal für die im Holocaust ermordeten Oldenburger Juden
So. 08.11.2026 11:00
  Oldenburg

- Fehlendes Demokratieverständnis der Bevölkerung war eine wesentliche Ursache für den frühen Aufstieg des Nationalsozialismus in Oldenburg. Bereits im Mai 1932 gewann die NSDAP die demokratischen Wahlen und übernahm die Regierung im Freistaat Oldenburg. Auf diesem Stadtrundgang wird den Spuren des Nationalsozialismus in Oldenburg und seinen jüdischen Opfern nachgegangen. Der Rundgang eignet sich auch für Multiplikatoren, die das Konzept an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen anbieten möchten. Er endet in der Peterstraße.

Kursnummer 26BO11601
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Gebühr: 10,00 €
Jungsein in Demokratie & Diktatur Teil der Online-Reihe "Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft"
Di. 10.11.2026 18:00
  Online

- Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Moderation: Miriam Menzel Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".Gesprächsgäste Lisa Trebs und Tim Eisenlohr Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein. Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Die Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. Sie wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt.

Kursnummer 26BO11607
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Gebühr: kostenlos
Vortrag: Mehr als ein Spielfeld Einblicke in zwei Forschungsprojekte zur Geschichte von Sportstätten
Mi. 02.12.2026 18:30
  Oldenburg

- In Kooperation mit der Oldenburgischen Landschaft. Selbst wer regelmäßig eine Turnhalle, ein Schwimmbad oder einen Sportplatz besucht, denkt kaum über die Geschichte dieser Orte nach. Es lohnt sich, genau hinzuschauen: An diesen Orten zeigen sich gesellschaftliche Veränderungen, Konflikte und Gemeinschaftserfahrungen. Merle Bülter und Sonja Broy von der Oldenburgischen Landschaft berichten von zwei Projekten, in denen sie die Geschichte von Sportstätten im Oldenburger Land erforschen. Sie zeigen auch, wie Interessierte aktiv an der Erforschung dieser Orte mitwirken können - egal ob sportaffin oder geschichtsinteressiert.

Kursnummer 26BO11507
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Gebühr: kostenlos
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10.10.26 11:17:33