- Gerry Hahlos Ururgroßvater eröffnete 1841 in der Langen Straße ein sehr erfolgreiches Textilgeschäft. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts trat die Familie zum Christentum über – sein Großvater Georg wurde sogar konfirmiert. 1912 wurde das Geschäft verkauft und die Familie baute sich ein Haus in der Taubenstraße. Aufgrund der Nürnberger Gesetze von 1935 galt die Familie als jüdisch, was Gerrys Großvater dazu veranlasste, den Umzug seiner Kinder Ursula und Dieter sowie seiner Frau nach England durchzusetzen. Dort waren sie zwar heimatlos, aber in Sicherheit. Über die Geschichte seiner Familie, die vor 125 Jahren ein angesehenes Mitglied der Stadtgesellschaft war, hat Gerry ein Buch mit dem Titel “A boy on the train” geschrieben. Bereits zum vierten Mal kommt der in Großbritannien lebende Gerry Hahlo auf Einladung von engagierten Oldenburger Bürgern nach Oldenburg. Nicht nur, weil er mittlerweile eine persönliche Beziehung zu unserer Stadt entwickelt hat, sondern vor allem auch deshalb, weil es ihm ein Anliegen ist, gemeinsam mit vielen Oldenburgern am 10. November am Erinnerungsgang teilzunehmen. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten, eine Übersetzung findet bei Bedarf statt.
- Diese Gesprächsrunde beleuchtet jüdisches Leben in Oldenburg aus der Perspektive eines deutsch-italienisch-jüdischen aktiven Gemeindemitglieds. Wie sieht der Alltag jüdischen Lebens und Glaubens in unserer Stadt aus? Wie fühlen sich Juden heute in Oldenburg und in Deutschland? Seien Sie herzlich zu Gespräch und Austausch eingeladen.
- Kultur und Natur der Inuit - dies sind die Themen der Reiseberichte des Fotografen Arno Kollmann. Über mehrere Jahrzehnte besuchte er das Land und beschäftigte sich mit den Menschen und der großartigen Natur. Daraus entstanden faszinierende Geschichten in Wort und Bild. Dieser Bildvortrag ist keine bloße Bestandsaufnahme - es ist die Chronik einer tiefen Freundschaft mit der größten Insel der Welt. Anschließend an den Vortrag wird die Ausstellung "Grönland" im VHS-Haus eröffnet.
- In Kooperation mit der Oldenburgischen Landschaft. Selbst wer regelmäßig eine Turnhalle, ein Schwimmbad oder einen Sportplatz besucht, denkt kaum über die Geschichte dieser Orte nach. Es lohnt sich, genau hinzuschauen: An diesen Orten zeigen sich gesellschaftliche Veränderungen, Konflikte und Gemeinschaftserfahrungen. Merle Bülter und Sonja Broy von der Oldenburgischen Landschaft berichten von zwei Projekten, in denen sie die Geschichte von Sportstätten im Oldenburger Land erforschen. Sie zeigen auch, wie Interessierte aktiv an der Erforschung dieser Orte mitwirken können - egal ob sportaffin oder geschichtsinteressiert.