Aktuelles

Weiterbildung für Migranten – neues Projekt unterstützt auch bei Hochschulzugang

In einer Bibliothek ▪ Bild: © Andres Rodriguez / Fotolia

Viele der in Deutschland angekommenen Syrer, Iraker und Menschen anderer Herkunft bringen eine gute Bildung mit. Manche haben vor ihrer Flucht bereits studiert oder eine Berufsausbildung begonnen. Ein Pilotprojekt des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ermöglicht es geflüchteten Menschen seit dem 1. Juli, an Kursen teilzunehmen, die auf die Aufnahme eines Hochschulstudiums oder eine Berufsausbildung in Niedersachsen vorbereitet.

Das Projekt wird in fünf Regionen Niedersachsens eingerichtet; in Oldenburg (Stadt sowie Landkreis) ist es an der VHS Oldenburg mit Standort Raiffeisenstraße angesiedelt.

Lesen Sie hier mehr über das Pilotprojekt an der VHS Oldenburg.

Info-Tag zu Alphabetisierung in Oldenburger Innenstadt

Das Bild zeigt Mitglieder der Alpha-Selbsthilfegruppe an einem Info-Stand.
Angehörige der Oldenburger Alpha-Selbsthilfegruppe „alogos“ ▪ Bild: VHS Oldenburg

Am 21.05.2015 war die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg mit ihrem neuen Infostand in der Fußgängerzone vertreten. Die ehemaligen funktionalen Analphabeten kamen mit vielen Passanten ins Gespräch und berichteten darüber, wie sie ihren Alltag bewältigt und eine zweite Chance zum Lernen im Erwachsenenalter ergriffen haben.

Tatkräftige Unterstützung beim Thema Alphabetisierung im Erwachsenenalter gab es durch das Alfa-Mobil und Mitarbeiterinnen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e. V. Das Informations- und Lernmaterial zeigte anschaulich, dass Lernformen zur Verfügung stehen, die Spaß machen und motivieren. Für die Besucher gab es dabei auch etwas zu gewinnen.

Insgesamt war die Resonanz auf das Thema Lesen und Schreiben lernen im Erwachsenenalter sehr groß, sodass die Aktion noch in diesem Jahr wiederholt werden soll.

Thementag Alphabetisierung im NDR

Das Bild zeigt eine NDR-Reporterin, die einen Mitarbeiter der VHS Oldenburg und zwei Mitglieder der Oldenburger ABC-Selbsthilfegruppe interviewt.
Regine Stünkel (NDR), Achim Scholz (VHS), Ernst Lorenzen und Brigitte van der Velde (ABC-Selbsthilfegruppe) ▪ Bild: VHS Oldenburg

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat anlässlich seines Thementages Alphabetisierung am 30. April verschiedene Beiträge über und mit Menschen in Niedersachsen gebracht, die ihre Lern-Geschichten erzählten.

Über die Oldenburger ABC-Selbsthilfegruppe war der Beitrag „Man mag es nicht sagen“ (NDR 1/NDR Info) – mit den Gründern der Gruppe Brigitte van der Velde und Ernst Lorenzen – zu hören.

Die NDR-Sendung Markt zeigte die Erfolgsgeschichte des Oldenburgers Michael Zube „Wie ein LKW-Fahrer richtig lesen und schreiben lernte“.

Wer mehr Beiträge hören und sehen möchte, findet hier die Übersicht aller Audios und Videos zum NDR-Thementag Alphabetisierung.

Spende für UNICEF – VHS unterstützt Engagement gegen Kinderarbeit

Das Bild zeigt Andreas Gögel, Melanie Wichering und Hanna Hullmann.
Andreas Gögel, Melanie Wichering, Hanna Hullmann ▪ Bild: VHS Oldenburg

Seit Frühjahr 2014 war die Fotoausstellung „Kleine Hände – krummer Rücken“ im VHS Haus zu sehen. Die UNICEF-Ausstellung zeigte die inhumanen Lebensbedingungen von schuftenden Kindern auf, denn etwa die Hälfte der 150 Millionen arbeitenden Kinder zwischen fünf (!) und 14 Jahren werden auf Plantagen, in Steinbrüchen, als Dienstmädchen oder als Prosituierte ausgebeutet.

„Mit Beginn der Ausstellung haben wir verschiedene Spenden-Aktionen organisiert, um die Arbeit von UNICEF zu unterstützen“, so Melanie Wichering, Bildungsmanagement Kunst und Kultur, die die Ausstellung und das Rahmenprogramm betreute.

Durch Büchertische im VHS Haus und eine Tombola kamen 2.544,90 € für die UNICEF-Arbeitsgruppe Oldenburg e. V. zusammen, die VHS-Geschäftsleiter Andreas Gögel, am Freitag, 17. April anlässlich des Aktionstages „Einladung zum Umdenken“ an die langjährige Leiterin der UNICEF-Gruppe und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, Hanna Hullmann, überreichte.

Lebendige Bibliothek: lebhaft und erkenntnisreich

Das Bild zeigt viele Personen, die in einem Bistro an Tischen sitzen und in Gespräche vertieft sind.
Lebendige Bibliothek in der Kulturlounge Seelig ▪ Bild: Ulrich Hirsch, O.P.A. / VHS Oldenburg

Die Lebendige Bibliothek fand in diesem Jahr am 20. März an zwei Orten in Oldenburg statt: Die Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Cäcilienschule besuchten Workshops rund um das Thema Toleranz und Multikulturalität und lernten anschließend die Lebendige Bibliothek kennen, die ihnen viel Stoff zur Auseinandersetzung mit ihren Vorurteilen bot.

Das Bild zeigt drei Personen an einem Tisch sitzend, die sich rege unterhalten.
Lebendiges Buch im Gespräch ▪ Bild: Ulrich Hirsch, O.P.A. / VHS Oldenburg

Am Nachmittag stand dann die Kulturlounge Seelig ganz im Zeichen der Lebendigen Bibliothek. 43 Interessierte besuchten die Bibliothek in der Kulturlounge und begegneten den Lebensgeschichten und Erfahrungen von 16 Lebendigen Büchern in insgesamt 93 Gesprächen.

Die Bücher repräsentieren gesellschaftliche Gruppen, die häufig mit Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert werden. Ein Buchkatalog informiert über die Themen der Lebendigen Bücher.

Das Bild zeigt zwei Menschen unterschiedlicher Hautfarbe im Gespräch.
Lebendiges Buch im Gespräch ▪ Bild: Ulrich Hirsch, O.P.A. / VHS Oldenburg

Zum Abschluss empfing Bürgermeisterin Annelie Meyer die Organisatoren und die Ehrenamtlichen, die die Lebendigen Bücher verkörpert hatten, im Alten Rathaus der Stadt Oldenburg.

Die Lebendige Bibliothek war eine Kooperationsveranstaltung der Akademie der Ev.-Luth. Kirche Oldenburg, des Präventionsrats Oldenburg und der VHS Oldenburg, gefördert vom Niedersächsischen Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

In dem Bildungsprojekt geht es um Toleranzstärkung, Wahrnehmung der Menschenrechte, Entwicklung eines Bewusstseins für Stereotype, Vorurteile und deren Konsequenzen sowie interkulturellen Dialog geht. Die Methode stammt aus Dänemark und wurde in Oldenburg zum zweiten Mal angeboten.

Das sagten die Schüler über ihre Begegnungen mit den Lebendigen Büchern:

„Man erkennt, dass Vorurteile täuschen können und Personen nicht so sein müssen, wie man sie sich vorstellt.“
„Man soll nicht sofort Vorurteile haben, denn man kennt nicht die Hintergründe.“
„Es ist eine gute Aktion, um Leute kennen zu lernen, die man sonst eher meiden würde.“
„Wir haben viel mitgenommen, es hat so viel Spaß gemacht.“

Impressionen von Bibliotheksbesuchern in der Kulturlounge Seelig:

„Neue Lebenskenntnisse. Beeindruckende Menschen und Geschichten kennengelernt.“
„Vor allem Einiges über mich.“
„Tolle Idee. 1. Mal mitgemacht, komme wieder!“
„Danke! Fortsetzung folgt hoffentlich.“
„Ich möchte die Lebendige Bibliothek öfter in Oldenburg haben.“
„Es ist sehr viel lebendiger als ein Buch zu lesen!“

Oldenburg 360°: Ehrenamtliches Engagement

Das Bild zeigt den Moderator und die Gäste der TV-Sendung „Oldenburg 360°“.
v. l.: Gerhard Snitjer, Maria Lunicheva, Dietmar Schütz, Monika Engelmann-Bölts, Benjamin Walter ▪ Bild: VHS Oldenburg

13 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Ist ehrenamtliches Engagement weiblich? Engagieren sich nur ältere Bürger mit viel Zeit? Welche Motivation Menschen haben, sich unentgeltlich für andere einzusetzen, diskutierte VHS-Moderator Gerhard Snitjer in der TV-Sendung Oldenburg 360° mit dem ehemaligen Oldenburger Bürgermeister Dietmar Schütz, der Leiterin der Agentur Ehrensache Monika Engelmann-Bölts, der Ehrenamtsberaterin Maria Lunicheva und dem Jobpaten Benjamin Walter.

Oldenburg 360° ist ab sofort in der Mediathek des Lokalsenders Oeins zu sehen.

Deutsch lernen in Sandkrug – VHS-Dozentin unterrichtet Flüchtlinge

Das Bild zeigt Schüler im Unterricht "Deutsch als Fremdsprache".
Deutsch lernen ▪ Bild: Werner Fademrecht, NWZ-Redaktion Hatten

Aufmerksam lauschen die 15 Frauen und Männer Kinga Blümel, Diplom-Pädagogin und DaF-Lehrerin. Gerade erklärt sie, welche Verkehrsmittel es gibt. „Womit sind Sie nach Deutschland gekommen?“ fragt die Dozentin und unterstützt ihre Frage mit Gesten. „Mit Schiff, mit Flugzeug.“ Blümel sammelt und korrigiert die Antworten.

In dem Kurs Mittendrin und dabei – Willkommen im Landkreis Oldenburg werden Asylbewerbern unterschiedlicher Nationalitäten erste Deutschkenntnisse vermittelt.

Im Auftrag des Landkreises führen die Volkshochschulen im Landkreis Oldenburg ein erprobtes Konzept über 100 Unterrichtsstunden durch. Der gerade beendete Kurs in den VHS-Räumen im Sandkruger Bahnhof startete Anfang Dezember 2014 mit drei Vormittagen pro Woche. Ein neuer Kurs hat ab 2. März in Wardenburg begonnen, ein weiterer ab Mitte März in Kirchhatten ist in Planung. „Unser Ansatz zielt darauf ab, dass die Flüchtlinge sich im neuen Lebensumfeld zu orientieren und in typischen Alltagssituationen z. B. beim Einkaufen und beim Arztbesuch, im Nahverkehr und bei Behörden verständlich machen können“, sagt Anne Bohlen, die Leiterin der VHS Hatten + Wardenburg.

Auch Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse lernen deutsch im Sandkruger Bahnhof. „Sprache ist der Schlüssel zu allem“, betont Andreas Gögel, seit Anfang Februar Geschäftsleiter der VHS Oldenburg. Die 15 Kinder aus Albanien, Afghanistan, Algerien, Montenegro und dem Kosovo werden seit Schuljahresbeginn in zwei Gruppen ebenfalls von DaF-Dozentin Hallerstede unterrichtet. Der Unterricht wird als Lernförderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket finanziert.

Neue Leitung der VHS Oldenburg ab 1. Februar

Martina Noske, Franz-Josef Sickelmann, Andreas Gögel, Udo Unger, Silke Meyn ▪ Bild: VHS Oldenburg

Am Freitag, 30. Januar 2015 stellte der Vorstand der VHS Oldenburg e. V. Andreas Gögel als neue Geschäftsleitung des größten Weiterbildungsunternehmens in Oldenburg vor. Der 53-jährige Diplom-Kaufmann nimmt seine Arbeit ab sofort auf.

Gögel hat seit 1992 für unterschiedliche Unternehmen und Anbieter in der Erwachsenenbildung gearbeitet, zuletzt als Geschäftsführer des IHK-Zentrums für Weiterbildung GmbH in Heilbronn. Mit seinen umfangreichen Erfahrungen im Weiterbildungssektor setzte sich Andreas Gögel gegen 40 Mitbewerber durch. Gögel kommt gebürtig aus Hamburg, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Wir heißen Andreas Gögel als neue Geschäftsleitung herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

VHS trauert um langjährigen Dozenten

Das Bild zeigt das Logo der VHS Oldenburg.
VHS Oldenburg

Am 20. Januar 2015 verstarb der VHS-Dozent Manfred Bohlje im Alter von 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.

Manfred Bohlje war der VHS seit fast vierzig Jahren treu: Vormittags unterrichtete er Mathematik, Physik und Chemie an der Realschule Bad Zwischenahn, nachmittags und abends waren Teilnehmer des zweiten Bildungswegs an der VHS Oldenburg seine Schüler. Mit Geduld und Humor begleitete er die Teilnehmer im Fach Mathematik bis zum Realschulabschluss bzw. zur Zulassung zum Hochschulstudium.

Wir werden Manfred Bohlje als beliebten, engagierten Dozenten in Erinnerung behalten.